Aus dem Grünwerk geplaudert ...

27.10.2020

Wieder was gelernt…

Kimchikche.jpgDer Heidelberger Gartenverein www.wildwuchs-hd.de hat 4 GrünWerker gründlich ins Fermentieren eingeführt. Dies ist mit die älteste und einfachste Art Gemüse gesund haltbar zu machen. In der geräumigen Scheunenküche wurden Kohl und Gemüse klein geschnippelt, in sterile Gläser mit Gewürzen gefüllt und mit einer 2% igen abgekochten und wieder abgekühlten Sole (1l Wasser+20g Salz) aufgefüllt. Ein kleines Kohlblatt obenauf verhindert den Sauerstoffaustausch. So entstanden Kim-Chi (Kohl und anderes geraspeltes Gemüse mit scharfer Sauce und Sole), Kwass (gewürfelte rote Bete + Sole) und milchsauer vergorenes Gemüse (diverse klein geschnittene Gemüsesorten mit Sole). Angeturnt durch den Workshop habe ich zu Hause noch schnell ein Glas mit Paprika ebenso zubereitet.

Nach 4-6 Tagen an einem dunklen, warmen Ort warten die Gemüsesorten auf ihre Geschmacksprobe. Danach geht’s in den Kühlschrank, um mittels Kälte die Gärung zu stoppen. Dort hält sich das Eingemachte dann für gut ein halbes Jahr.

Fazit:
Das eingelegte Gemüse hat bei den übrigen Familienmitgliedern den Geschmackstest leider nicht bestanden. Am besten fanden alle noch den Paprika.
Mir hat alles gut geschmeckt, besonders das spritzige und erfrischende Kwass.
Mittlerweile steht schon die zweite Generation mit Paprika im Kühlschrank, mit einem Spritzer Zitrone versehen – lecker!

Der Workshop war sehr anregend, locker und hat sehr viel Spaß gemacht. Ich bin um eine Einmachart reicher und werde sie, weil simpel, öfter anwenden.

Schaut mal auf die Internetseite www.wildwuchs-hd.de, sehr interessant!

Cordula, Oktober 2020

andrea - 08:26 | Kommentar hinzufügen

08.09.2020

Zu schön, um darauf zu sitzen!

Zutaten:

1. eine alte Bank vom Sperrmüll des Gasthauses Neckartal
2. eine kreative Gestaltungsidee von unserer Gärtnerin Heide
3. Schrauben und Farbe
4. viele begeisterte Kinderhände

Ergebnis:
Bank3.jpg

ein Schmuckstück, vielen Dank 
an alle kreativen Helfer!

andrea - 16:22 | Kommentar hinzufügen

02.09.2020

Ferien-Hühner

Hhnergehege.jpgIn diesem Jahr begannen die Sommerferien für unsere Grünwerk-Kinder (und natürlich auch für die Großen) mit ganz besonderen Gästen: 4 Hühner bezogen am 31.Juli ihr Urlaubsquartier bei uns.

Drei Wochen lang haben sich mehrere Familien jeweils drei Tage um die Gäste gekümmert. Sie wurden dafür mit interessanten, aufregenden und auch lustigen Beobachtungen, sowie täglich mit wunderbaren frischen Eiern belohnt.

Die Hühner wurden von den Kindern herzlich in Empfang genommen. Passende Namen waren auch schnell ausgesucht: Anna, Delphi, Paula und Ronja. Anscheinend haben sich die 4 bei uns sehr wohl gefühlt– auch wenn sie ab und zu ausgebüchst sind und sich über das ein oder andere Beet hergemacht haben.

Für alle war es ein wunderbares Erlebnis, und wir danken insbesondere Andrea ganz herzlich für die Idee zu dieser außergewöhnlichen Ferienaktion.

Hier ein paar Kommentare der Kinder:

Ich finde es toll, dass wir Hühner im Grünwerk hatten, weil wir nie Hühner oder Tiere im Grünwerk hatten.

Es war toll, als ich die Delphi ganz ruhig gestreichelt habe und die nicht weggelaufen ist.

Wenn ich traurig oder mal wütend war, bin ich immer zu den Hühnern gegangen, und es hat sogar ein bisschen geholfen.

Ich hab die Hühner auch manchmal ins Bett gebracht und denen sogar ein Lied gesungen.

Ich fand es super, dass wir Hühner im Grünwerk hatten, dass wir sie füttern und streicheln konnten und die Eier essen durften.

Liebe Hühner, Eure Eier schmecken leckerer als die im Supermarkt. Es war sehr schön mit Euch und ihr wart sooo süß!

        Ramona, August 2020

andrea - 07:18 | Kommentar hinzufügen

28.08.2020

Tomatenchallenge

Tomatenchallenge-klein.jpgAm 26.8. trafen sich einige GrünWerker, um die beste Tomatensorte zu küren, denn daraus möchten wir Samen für nächstes Frühjahr gewinnen. Es war ein geselliges, Gaumenverwöhnendes und erkenntnisreiches Stelldichein.

Hier das Ergebnis:
• Gelbe Tomaten enthalten weniger Säure und schmecken fruchtiger
Gepunktet hat Utes gelbe Birnentomate: Yellow Submarine
Monis gelbe Urtomate, eine Cocktailsorte
Andreas faszinierend leuchtend orangefarbene und auch noch saftig süße
mittelgroße Tomate.
• Rote große fleischige Tomaten lassen sich zwar besser verarbeiten, konnten aber mit ihrem etwas faden Geschmack nicht wirklich überzeugen.
• Mit einer interessanten Form – ein zusammengewachsenes Konglomerat von mehren kleinen Tomätchen, die sich einfach aus der Kugel abdrehen lassen- präsentierte sich Cordulas Reisetomate/Tomate de Travail. Praktisch für jede Brotdose und lecker.
• Überraschend fruchtig und überaus wohlschmeckend, von mittlerer Größe, kam Serges Price Noir daher. Die beste  rot/grüne Variante.
• Der Hammer jedoch - wer hätte es anders gedacht - war Christians schwarz/rote Tomate:  sehr fruchtig, weiche Schale, verblüffendes Äußeres.

Beschluss:
Jeder zieht die Samen aus seinen besten Sorten, sät sie im kommenden Frühjahr aus und stellt die Zöglinge wieder allen zur Verfügung.

Tipp zur Samengewinnung:
1. Nimm eine vollreife, gesunde Frucht, die samenfest ist. (Wenn du sie aus einem Tütchen eines Gartenfachmarktes hast, ist sie wohl eher für die einmalige Aussaat gezüchtet –F1 Hybride- und könnte beim zweiten Aussäen andere Formen annehmen)
2. Halbiere die Frucht und löffle die Kerne in ein kleines Glas mit Wasser.
3. die glibberige, keimende Schicht löst sich innerhalb ein bis zwei Tagen (später beginnt die Keimung und macht den Samen unbrauchbar).
4. Filtere die Kerne durch ein Sieb, spüle sie nach, bis das Wasser klar ist.
5. Lege die Samen auf ein Küchenkrepp. Wenn du auf genügend Abstand zwischen den Samen achtest, kannst du im nächsten Jahr das Papier einfach aufgeklappt, wie ein Saatband, in die Pflanzschale legen.
6. Trocknen lassen, zusammenklappen, beschriften mit Name, Datum, evtl. Anmerkung
7. Tomatensamen ist 5-8 Jahre keimfähig.

Übrigens, verrät dir Monis Mondkalender noch den günstigsten Termin zur Tomatensamengewinnung.

Tomatensamen ernten erklärt sehr nett mit Bildern www.garten-fraeulein.de

Viel Spaß beim Samengewinnen
Cordula

andrea - 11:45 | Kommentar hinzufügen

03.08.2020

Pfadfindergruppen im GrünWerk

Teamer Pfadis k.jpg„Endlich wieder Leben und fröhliches Kinderlachen im Garten!“ Das waren die Worte einer Gärtnerin Anfang Juli, als wir nach langer Coronapause wieder eine Kindergruppe, die Pfadfinder der ev. Gemeinde Feudenheim, im GrünWerk begrüßen konnten. Auf unserem weitläufigen Gelände treffen sich nun, so lange das Wetter es zulässt, 2 Gruppen unterschiedlichen Alters, um gemeinsam in der Natur Spaß zu haben, diese genauer kennenzulernen, zu nutzen und zu bewahren. Ein erstes Projekt, das Anlegen eines Barfußpfades, ist bereits toll umgesetzt. Und eine Kartoffelsuppe mit Kräutern aus den GrünWerk-Beeten, über dem offenen Feuer zubereitet, bereits verkostet. Wir sind gespannt, was zusammen mit den jungen Pfadfindern alles entstehen wird!

Die Gruppen treffen sich immer montags von 17.00 - 18.30 Uhr (Grundschulalter) und alle 2 Wochen mittwochs von 17.30 – 19.00 Uhr (12-14 Jährige).

Bei Interesse meldet euch bei:
Oliver Seel, oliver.seel@ekma.de (Kinder- und Jugendpfarrer der ev. Kirche Mannheim) oder
Sarah Mohrbacher, sa.mohrbacher@gmail.com (Gruppenleiterin beim VCP Baden)

andrea - 13:35 @ Allgemein | Kommentar hinzufügen

29.04.2020

Ein “Samen-Fest” (ein Beitrag von Moni)

Aussaat2 2mb.jpgAm 1. Februar 2020 trafen sich interessierte GrünWerkerInnen im Steinhaus auf dem Gelände zum Workshop “Samenfestes Saatgut”. Ein kurzer Vortrag gab Einblicke in die politischen, wirtschaftlichen und umweltbezogenen Nachteile kommerzieller Saatgutzüchtung und erläuterte die Vorteile ökologischer Saatgutgewinnung: Hier steht die Vielfalt unserer (Nutz-)Pflanzensorten (Biodiversität) und die Möglichkeit, samenfeste Sorten aus eigenen Pflanzen zu gewinnen im Vordergrund. Danach wurden die “Schatztruhen” geöffnet: Ausgegeben bzw. getauscht wurden auf solche Art erzeugte Samen von Salaten, Blumen, Kräutern, diversen Gemüsen - ein wahres “Samen-Fest”. Gemeinsames Säen Ende Februar und Pikieren im März ergänzte die Einführung. In unserem Gewächshaus und auf heimischen Fensterbänken reiften die Setzlinge heran. Inzwischen können wir zum Teil schon ernten!

Unser Fazit: Gesät haben wir nicht nur ökologisch erzeugte Samen, sondern auch die Freude daran, gemeinsam zu gärtnern, voneinander zu lernen, wieder zu experimentieren und Erfahrungen zu machen.

andrea - 07:15 | Kommentar hinzufügen

24.04.2020

Alles solar im GrünWerk! (ein Beitrag von Cordula)

Raffi_Solaranlage.jpgSeit April 2020 ernten wir im GrünWerk nicht nur Obst und Gemüse, sondern auch Sonnenstrahlen! Mit geübten Handgriffen setzte die Firma blue-oak aus Mannheim ein Balkonkraftwerk auf das Gartendach. Dieses Modul wurde in Österreich klimaneutral hergestellt. Es liefert einen jährlichen Ertrag von 310 kWh, was einer Stromkostenersparnis von ca. 90 € entspricht. Damit kann ein Kühlschrank für ein Jahr mit Sonnenenergie gespeist werden. 

Herzlichen Dank an die junge Firma (www.blue-oak.de), die uns nur zu den Herstellkosten diese tolle Innovation installiert hat! 

andrea - 14:49 | Kommentar hinzufügen

29.10.2019

Tag der Artenvielfalt am 19.05.2019 - GrünWerk-Feudenheim öffnet sein Gartentor

Tag der Artenvielfalt.pngBei sonnigem Wetter, mit interessierten Besuchern und vielen Aktionen feierte GrünWerk am Tag der Artenvielfalt seinen Tag des offenen Gartentors.

Viele neue Besucher erlebten den Gemeinschaftsgarten in seiner Vielfalt: vom Barfußpfad über die große Wiese mit dem Kindergartenbeet, die Kräuterspirale, die 24 unterschiedlich angelegten Beete und den Holzspielplatz. Selbstgemachte Produkte und Getränke fanden großen Anklang und unsere 16 Kuchen waren innrehalb von eineinhalb Stunden verspeist. Kleine Workshops luden ein zur Herstellung von Blütenseife, zur Verkostung eigens geschüttelter Kräuterbutter und dem Aussäen kleiner Blumenwiesen in Schachteln. Anhand eines Schaukastens erklärte unser Imker sein Bienenvolk. 

Dieser Nachmittag gestaltete sich so munter und erfolgreich, dass wir im kommenden Jahr beim Tag der Artenvielfalt gerne wieder mit dabei sind.

Admin - 19:56 | Kommentar hinzufügen

Holzworkshop im GrünWerk am 19.10.2019…ein Erfahrungsbericht (ein Beitrag von Sigrid)

Holzwerken mit Tom.png
Acht Grünwerker-innen umringen um 15.00 Uhr erwartungsfroh und voller Tatendrang den Seminarleiter Tom, der uns gutgelaunt in der inzwischen fast perfekt ausgestatteten Werkstatt in der Scheune erwartet.

Das Thema lautet „Holzdübeln“. Gebaut werden soll frei nach Le Van Bo ein sog. „Hartz-IV“-Möbelstück. Tom hat bereits ein Muster vorgebaut: Ein multifunktionales Teil: Der Berliner Hocker.

Nutzbar als Sitz, Tisch, Blumensäule, Schreibpult…unsere Phantasie findet immer neue Einsatzmöglichkeiten.

Unter dem Motto „10 Schrauben, 10 Minuten, 10 €“ machen wir uns in 2er-Teams ans Werk. 10 Minuten? Na ja, eine Stunde wird es schon dauern, da sind wir uns einig. Jedes Team bekommt von Tom eine Anleitung, dann wird vermessen und zugeschnitten bzw. gesägt. Anschließend geht es ans Bohren der Holzdübellöcher. Spätestens ab diesem Zeitpunkt war klar, dass eine Stunde nicht reicht. Die Schablone richtig anzulegen (und überhaupt welche?), dann noch den passenden Bohrer zu finden und ist es jetzt auch das richtige Teilbrett zum Bohren? … Eine Herausforderung an die grauen Zellen und das räumliche Vorstellungsvermögen.

Sowohl das bereits fertige Anschauungs-Muster als auch Tom werden immer häufiger zu Hilfe geholt, drei Stunden geschäftiges Treiben mit viel Gelächter, falschen und richtigen Dübelungen, doch am Ende sind wir stolz und begeistert und reich entlohnt: Jedes Team hat seinen Hocker fertiggestellt. Das Verkleben, Schleifen und eventuelle Nachbearbeiten wird individuell vertagt und nachgeholt.

Ein Nachmittag, an dem wir viel über Holzver- und bearbeitung sowie Dübeltechnik gelernt haben, bereichert mit einem selbstgebauten Kleinmöbel, das verlangt nach einer Fortsetzung, so die einhellige Meinung. 

Danke Tom für die tolle Erfahrung!

andrea - 19:25 | 1 Kommentar

Nistkasten-Matinee

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Just, als die Experten des Vogelschutzvereins Ilvesheim den Gemeinschaftsgarten GrünWerk in Feudenheim betraten, blies der Himmel seine Wolkendecke hinweg und begleitete die Inspektion der Nistkästen mit wohliger Wärme.

Im Februar wurden alle 28 Nistkästen von Gewölle befreit und so stellte sich nun die spannende Frage: Wie viele Wohnungen haben die Singvögel den Sommer über angenommen? Viele interessierte Teilnehmer, groß und klein, folgten den kenntnisreichen Beschreibungen des Ornitologen, Herrn Schnepf. Sie befühlten die winzigen Federn, das Moos und die Tierhaare, welche die Meisen für ihren Nestbau sammelten. Manche Nistkästen machten sich auch Eichhörnchen zu- eigen, erkennbar an den geknackten Scheckenhäusern (deren Inhalt ihnen als Nahrung dient), den feinen Rindenstreifen und kleinen Zweigen als Füllstoff. Wir erfuhren, dass Kleiber ihren Eingang mit einer festen Masse verkleben (Kleiber-kleben), damit er nur auf ihre Größe ausgelegt ist. Aus einem Kasten sprang eine Maus einem erschreckten Teilnehmer direkt ins Gesicht. Auf kleine Siebenschläfer, wie bei der letzten Säuberung, sind wir diesmal nicht gestoßen.

Fazit

• Von 28 Gehängen wurden 11, hauptsächlich von Meisen belegt.
• Einige Nistkästen werden wir umhängen, um den Einflug zu verbessern.
• Alle Teilnehmer zogen erfüllt von diesem Vogelmorgen in den Sonntag.

Herzlichen Dank den Vogelkundlern Herrn Stroh und Herr Schnepf, für die fachmännisch angelegte Vogelmatinee!

Admin - 19:09 | Kommentar hinzufügen